Das Pferd ist der Trainer. Diese
Aussage ist ernst gemeint. Und das ist das eigentlich Besondere an unserem
Seminarkonzept. Wir selbst sind "nur" für das Setting zuständig, für die
Atmosphäre, für die Unterlagen, für die Video-Aufnahmen, für Moderation der
Feedback-Runden und für den "Theorie-Input".
Mit anderen
Worten: wir begleiten Sie auf Ihrem individuellen, selbst bestimmten
Lernprozess. Die eigentliche Arbeit machen unsere Pferde. Sie können
experimentieren, sich ausprobieren - und zuschauen, wie es andere machen,
von ihnen lernen.
HorseDream ist der Pionier der
pferdegestützten Weiterbildung. Seit 1996 wird das HorseDream
Konzept
kontinuierlich weiter entwickelt. Dabei sind viele Erfahrungen aus dem
Berufsleben eingeflossen - und noch mehr Erfahrungen aus hunderten von
pferdegestützten Seminaren.
Unser didaktischer Ansatz weicht weit ab von dem, was heute als
"üblich" bezeichnet wird. Damit arbeiten wir offensichtlich
gegen den aktuellen Trainer-Status.
Das Kölner Institut für Lebensmotive hat knapp über 100 Trainer, die auch
als Coach arbeiten, mit der Lebensmotivanalyse von Steven Reiss analysiert (vgl.
wirtschaft + weiterbildung, 02_2010). Das Ergebnis: hohe Ausprägung der
Motive "Macht", "Status", "Neugier", "Beziehung" und "Anerkennung" - geringe
Ausprägung der Motive "Sparen, Sammeln", "Ehre", "Familie" und "emotionale
Ruhe".
Wir zitieren
aus dem Fazit: "Das hohe Anerkennungsmotiv lässt darauf schließen, dass
beim durchschnittlichen Trainer das Feedback der Teilnehmer einen höheren
Stellenwert einnehmen kann als der tatsächliche Lerneffekt der Teilnehmer.
Sein ausgeprägtes 'Macht'-Motiv kann für einen Trainer hilfreich sein, wenn
er vor einer Gruppe steht. Im Rahmen eines Coaching-Prozesses kann ihm sein
'Macht'-Motiv aber durchaus im Wege stehen. Der Coach soll im eigentlichen
Sinne nur begleiten und als Sparringspartner unterstützen, also höchstens
non-direkt führen. Menschen mit hohem Machtmotiv haben aber das Verlangen,
direkt Einfluss zu nehmen." (Frauke Ion, Markus Brand in wuw, 02_2010,
S. 32).
"Das Seminar hat mit Pferden
gar nichts zu tun", sagen wir am Anfang eines jeden Trainings, "es geht
nicht um Pferde, es geht um Menschen." Trotzdem ist das Pferd das Wichtigste
überhaupt hierbei, ohne Pferde wäre das Seminar gar nichts. Das scheint ein
Widerspruch zu sein: Sie werden erleben, wie er sich auflöst.
Lesen Sie den
nebenstehenden Beitrag und schauen Sie sich
einige Videos an, um einen ersten
Eindruck zu erhalten. Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie uns gerne an (038292
820994) oder senden Sie uns eine E-Mail
(office@horsedream.com).
Alle offenen
Seminare finden statt auf Gut Klein Nienhagen in Kröpelin (OT Klein
Nienhagen), 20 Minuten entfernt von den Ostseebädern Heiligendamm,
Kühlungsborn und Rerik. Leitung:
G&K (Gerhard J. Krebs und Karin C. Krebs). Firmeninterne Trainings werden
ebenfalls auf Gut Klein Nienhagen oder bei unseren lizenzierten HorseDream
Partnern in ganz Deutschland, vielen Ländern Europas sowie in den USA,
Mexiko, Ecuador,
Kanada und Australien durchgeführt.
HorseDream
Seminare sind unvergessliche Lern-Erlebnisse!
Was sich von 1998 bis heute verändert hat:
Manager und Pferde? Gerhard J. Krebs (erstmalig in WJ-MUC 4/1998)
Was haben Manager mit Pferden zu tun? Sie nehmen ihre Mitarbeiter an die
Kandare, lassen die Zügel hin und wieder schleifen, versetzen
ihre Teams in Trab, halten sich gegenseitig die Steigbügel und
hören oft genug den Amtsschimmel wiehern...
Pferde sind vorurteilslose, absolut klare Spiegel. Sie akzeptieren Ehrlichkeit,
Vertrauen und Stärke. Sie folgen demjenigen, der weiß wohin er will - und der
von der Richtigkeit seines Weges überzeugt ist. Diese Eigenschaften sind die
Grundlagen des Führungstrainings der G&K HorseDream GmbH auf Gut Klein Nienhagen,
20 Minuten von den Ostseebädern Kühlungsborn und Heiligendamm entfernt.
In vier aufeinander aufbauenden Übungen haben die meisten Teilnehmer den ersten
unmittelbaren Kontakt zu Pferden. Und es sind besondere Pferde: Friesenpferde -
besonders groß, besonders dominant, besonders kooperativ. Für die Teilnehmer
gehört eine Portion Mut dazu, sich den Pferden zu nähern.
Es beginnt mit einer Beobachtungsphase der Pferde. Welche Eigenschaften lassen
sich erkennen? Wer ist der Chef der Gruppe? Mit wem würde ich mich selbst vom
Verhalten her am ehesten identifizieren? Bei der Auswertung dieser Übung zeigen
sich Unterschiede in der persönlichen Beurteilung. Nicht der erhabene,
beeindruckende, größte der Friesen ist der Boss. Großes Erstaunen in der Runde.
Aber die Erklärungen sind einleuchtend. Führung macht sich hier völlig anders
bemerkbar: Wer führen will muss dienen können, eine Ansicht, über die sich kaum
jemand bisher Gedanken gemacht hat.
Die zweite Übung erfordert die innere Überwindung jedes einzelnen, das Verlassen
der "Komfortzone". Denn es geht um den direkten Kontakt zum Pferd. Natürlich ist
nicht jeder, der nun eines der Friesenpferde "führen" kann, automatisch eine
Führungskraft. Aber jeder, der die Seminarübung absolviert, weiß, wo seine
eigenen Stärken liegen und an welchen Schwächen er gegebenenfalls arbeiten muss.
Anschließend geht es um die Frage der Sensibilität. Sehe ich, was meinen
Mitarbeiter gerade bewegt. Ist er offen für meine Anforderungen? Welche
Dominanzmittel stehen mir zur Verfügung? Oder ist alles nur Kooperation? Diese
Übung, Thema "Distanz und Nähe", ist der zentrale Abschnitt des Seminars. Denn
sie setzt mit unglaublicher Präzision und Geschwindigkeit Erkenntnisse über
Führungsqualitäten frei und deckt schonungslos Führungsdefizite auf. Die
Ergebnisse sind für die ausführenden Teilnehmer genauso überraschend, wie für
die zuschauenden.
Bei dem einen offenbart sich ganz unverkennbar eine Antreibermentalität, die dem
Mitarbeiter keinerlei Pause gönnt. Beim nächsten zeigt sich, dass er
Schwierigkeiten beim eindeutigen Artikulieren seiner Anweisungen hat. Dem
Dritten läuft das Pferd davon, denn es gelingt ihm gar nicht erst, den
notwendigen "zwischenmenschlichen" Kontakt herzustellen. Und Führungsstrukturen,
auf die er sich zurückziehen könnte, gibt es hier nun mal nicht.
Aber das ist nur die eine Seite der Medaille. Beim zweiten Pferd, das zum
Einsatz kommt, funktioniert es plötzlich: Der gegenseitige Respekt ist da, aus
Distanz wird Nähe, das Pferd folgt wie durch eine unsichtbare, mentale
Verbindung. Pferd und Mensch wirken wie eine Einheit. Es sieht aus, als würden
sich beide schon seit langer Zeit kennen und vertrauen.
Im vierten Teil des Seminars geht es darum, sich selbst, das Pferd und eines von
drei möglichen Zielen realistisch einzuschätzen. Zum Abschluss ein
Erfolgserlebnis. Doch der Erfolg setzt vernünftige Planung und richtigen Umgang
mit den Ressourcen voraus. Und manchmal hilft es auch, nachträglich das Ziel zu
modifizieren.
Das alles findet ohne Rollenspiel und ohne Psychodiskussion statt. Die
Erlebnisse wirken über die rechte Gehirnhälfte auf das Bewusstsein ein und
überschreiben vorhandene Bilder. Dem Feedback der Pferde kann sich niemand
entziehen. Es ist direkt, absolut eindeutig und vor allem ist es frei von jedem
Hintergedanken.
Was nehmen die Teilnehmer mit in ihren Führungsalltag? Die Erkenntnis, dass das
erste Ziel jeder Führungstätigkeit das Herstellen einer Atmosphäre des
Vertrauens und des gegenseitigen Respektierens ist. Dass dies allein aber nicht
ausreicht, um vereinbarte oder vorgegebene Ziele zu erreichen. Dass es darauf
ankommt, sich aus einem Repertoire von integren, transparenten Verhaltensweisen
intuitiv bedienen zu können. Und dieses Repertoire kann nicht mechanisch von
oben oder von außen aufgefüllt werden. Es muss in der bewussten, persönlichen
Auseinandersetzung mit den täglichen Führungs- und Entscheidungsprozessen
entstehen, erweitert und optimiert werden.
Das Seminar ist hierfür die Initialzündung - nicht mehr, aber auch nicht
weniger.
PM-Forum Juni 2013
Jochen Kienbaum:
Soziale Kompetenzen und beruflicher Erfolg durch Pferde
"Pferde sind geniale Lehrer"
"Aus meinen Erfahrungen im Umgang
mit Führungskräften können wir zwei Kompetenzfelder definieren,
die für erfolgreiche Führungskräfte entscheidend sind: Fach- und
Methodenkompetenzen auf der einen Seite und sozialkommunikative
Kompetenzen auf der anderen", erklärte Kienbaum. Zu den Fach-
und Methodenkompetenzen gehören unter anderem unternehmerisches
Denken und Handeln, Strategie- und Marktkenntnisse,
betriebswirtschaftliche Fähigkeiten, Analysevermögen und die
Fähigkeit zur Problemlösung. Die sozialkommunikativen
Kompetenzen äußern sich durch Extraversion (nach außen
ausgerichtetes Auftreten und Handeln), Überzeugungskraft,
Durchsetzungsfähigkeit, emotionale Intelligenz,
motivationsorientiertes Führen, Kommunikationsfähigkeit/Networking,
Belastbarkeit und Entscheidungsschnelligkeit.
Während die Fach- und
Methodenkompetenzen sich in der Regel aus Lerneffekten im
Studium und im Beruf ergeben, können die sozialen kommunikativen
Kompetenzen genetisch vorhanden sein, aber sie lassen sich auch
ausbauen und trainieren. In diesem Bereich wird der Umgang mit
dem Pferd sehr hohe Lern- und Qualitätseffekte bringen.
Pferde sind Feinstbeobachter
und Schnellentscheider und diese Eigenschaften fördern sie in
den Menschen, die regelmäßig mit ihnen umgehen.
Pferde schulen unser Gespür
dafür, wann wir Druck aufbauen und wann wir Druck herausnehmen
müssen, wie deutlich wir werden müssen.
Pferde lassen uns ständig
unseren Eigenanteil am positiven und negativen Ergebnis erkennen
und fördern so in hohem Maße unsere Selbsterkenntnis.
Pferde lassen uns Ängste
erkennen, akzeptieren und überwinden. Kienbaum folgerte: "Pferde
lassen uns Ängste erkennen, akzeptieren und über winden sowohl
bei uns als auch beim Pferd. Angst schadet den Menschen, den
Firmen, den Pferden. Pferde sind zutiefst ehrlich! Sie reagieren
prompt und im Augenblick. Sie interessieren sich nicht für
Äußerlichkeiten und sozialen Status, sondern fragen einzig: wer
bist du jetzt in diesem Augenblick? Bist du kompetent,
wohlwollend und integer? Verdienst du Vertrauen und Respekt?
Bietest du Sicherheit?
Der Schlüssel für erfolgreichen Umgang mit Mitmenschen,
Mitarbeitern, Kollegen und Pferden ist, sie zum Partner zu
machen, ohne Strafen, Zwang, Angst, sondern durch Anerkennung,
Förderung ihrer Talente und ihrer Wertschätzung.
Pferde bringen Menschen
regelmäßig mit den eigenen Emotionen in Berührung. Und damit
helfen sie zu einem immer besser werdenden Selbstmanagement, wie
zum Beispiel der Umgang mit Wut, Verzweifelung und Euphorie.
Pferde zeigen uns immer wieder,
wie wir auf andere Lebewesen wirken. Pferde zeigen uns, dass
sich immer etwas ändert, wenn wir bei uns selber etwas ändern,
z.B. unsere Position, unsere Einstellung oder Körperspannung.
Menschen, die sich im Spiegel
Pferd mehr und mehr selbst erkennen, werden auch im Umgang mit
Mitarbeitern oder Vorgesetzten ihren Eigenanteil erkennen können
und ihr Leben leichter gestalten lernen. Wer Menschen oder
Pferde bewegen will, sollte wissen, was sie im Kern bewegt (was
haben sie erlebt, was hat sie geprägt?). Um gut mit Pferden zu
sein, braucht es neben einem wachen Verstand viel Herz und
Bauch. Qualitäten, die auch im menschlichen Miteinander dringend
wieder mehr gefördert werden müssen.
"Pferde sind die genialen
Lehrer. Sie trainieren mit ihrer unnachahmlichen Art und ihrer
Geduld unsere Klarheit, unser Timing, unsere mentale Stärke,
unsere Körpersprache, unsere Körperspannung, unsere
Selbsterkenntnis und unser Verantwortungsbewusstsein und sind
somit große Bausteine unserer sozialen Kompetenz für ein
erfolgreiches Miteinander und beruflichen Erfolg", lautete die
letzte Erkenntnis von Jochen Kienbaum.
SeeWoche, 11. März 1998
Zum Wiehern
Ein seltsames Schreiben landete
neulich auf dem Redaktionstisch. Es handelte sich um eines
derjenigen Klasse, die eine geschätzte Kollegin der SeeWoche
einmal als "unglaubliche Druckobjekte", kurz UDOs, betitelt
hatte.
Für ein Motivationsseminar für
Manager wurde da geworben. Schon allein das setzte uns in
Erstaunen. Denn Motivation und Management in harmonischer
Verknüpfung hatten wir eher selten in unserem Berufsalltag
kennengelernt. Umso neugieriger setzten wir den Flug über die
Zeilen des UDOs fort.
Doch schon bald kamen wir ins
Straucheln. Grund: Die Methode des Seminars. Die war zum
Wiehern. Unser Chef sollte nämlich an Pferden lernen. In dem
Schreiben heißt es wörtlich: "Wer ein Pferd führen kann, ist
eine Führungskraft." Das fanden wir dann doch starken Hafer! Mit
Gäulen wollten wir nicht verglichen werden! Selbst wenn wir
zugeben mußten, daß wir Arbeit schon mal scheuen können.
"Pferde begleiten die
Menschheit seit Jahrtausenden", fuhr das UDO fort. "Der
Führungsnachwuchs vergangener Jahrtausende wurde mit Hilfe des
Pferdes ausgebildet. Der Umgang mit ihnen fördert
Körperbeherrschung, Mut, Selbstbewußtsein,
Verantwortungsgefühl." Über diese Zeilen hätten wir uns
irgendwann wieder beruhigt. Aber worüber wir dann doch in
heiligen Pferdezorn gerieten, war folgender Hinweis: Die
Pferderasse, die bei der Schulung unseres Chefs zum Einsatz
kommen sollte, sollte die der Friesen sein.
Mit Friesen, womöglich noch mit
Ostfriesen, wollten wir uns dann doch nicht vergleichen lassen.
Auch wenn das Schreiben aufklärte, daß es sich bei der Rasse um
majestätische Tiere handelt, friedliebend, harmoniesüchtig und
voll Lebensfreude. Das würde dem Chef so passen, dachten wir
uns: Daß wir bei unserer täglichen Plackerei auch noch elegant
tänzeln! Daß wir willig wie diese hochgezüchteten Vierbeiner
immer höhere Hürden der Arbeitsmotivation und -leistung nehmen!
Daß wir dabei am Ende auch noch dankbar aus der Hand fressen!
Nein, nie! Das UDO war ein Fall für die Gewerkschaft.
Wir beschlossen dann aber, es
selbst zu vernichten. Als blütenweiße Papierkugel durfte das UDO
seinen Flug fortsetzen - in den Papierkorb. Merke: lieber ein
Chef als ewiger Nörgler, Schimpfer, Donnerer und Schinder als
ein Chef, mutiert zum Pferdeflüsterer. (pat)